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Kimi K3: Herkunft, Lizenz und EU-Verarbeitung

Kimi K3 ist ein KI-Sprachmodell von Moonshot AI aus China, angekündigt am 16. Juli 2026. Es ist das aktuelle Spitzenmodell des Herstellers: 2,8 Billionen Parameter, ein Kontextfenster von einer Million Token, und es verarbeitet Text und Bilder in einem Modell. Die Gewichte sind öffentlich herunterladbar, die Lizenz ist aber eine eigene von Moonshot und weder MIT noch Apache.

Bei lowcloud ist Kimi K3 eines von 14 Modellen, die über die Melious AI GmbH auf Servern in der EU laufen. Du wählst es im Chat pro Nachricht, fest für einen Agenten oder pro einzelnem Schritt eines Ablaufs. Die Modellwahl gehört zum kostenlosen Konto; ohne Konto kannst du auf agent.lowcloud.de einen Ablauf bauen lassen, dann wählt lowcloud das Modell. Was du an Kimi K3 schickst, geht nicht an Moonshot AI, sondern in ein Rechenzentrum in der EU.

Hersteller
Moonshot AI, China
Kontextfenster
1 Mio. Token
Bilder lesen
ja
Lizenz
Kimi-K3-Lizenz
Verarbeitung
EU-Server über Melious

Woher Kimi K3 kommt

Kimi K3 kommt von Moonshot AI, einem Unternehmen aus China. Angekündigt wurde das Modell am 16. Juli 2026. Es ist dort das aktuelle Spitzenmodell. Die Vorgänger heißen Kimi K2.7 Code und Kimi K2.6 und stehen bei lowcloud ebenfalls zur Auswahl. Die Gewichte liegen öffentlich auf Hugging Face und lassen sich herunterladen. Gewichte sind die Zahlen, aus denen ein Modell besteht. Wer sie hat, kann das Modell auf eigener Hardware betreiben. Technisch ist Kimi K3 ein MoE-Modell. MoE steht für Mixture of Experts: Das Modell ist in viele Teilnetze aufgeteilt, und pro Textbaustein rechnet nur ein kleiner Teil davon. Moonshot gibt 2,8 Billionen Parameter insgesamt an, davon 104 Milliarden aktiv pro Token. Bilder und Video verarbeitet das Modell direkt, ohne separates Zusatzmodell. Moonshot veröffentlicht eigene Benchmarkzahlen zu Kimi K3. lowcloud hat diese Zahlen nicht nachgeprüft und gibt sie deshalb hier nicht wieder.

Die Lizenz ist nicht MIT und nicht Apache

Viele Übersichtsseiten schreiben bei Kimi K3 pauschal "Open Source". Das trifft so nicht zu. Das Modell steht unter einer eigenen Lizenz von Moonshot AI, der Kimi K3 License. Die Lizenz erlaubt Nutzung, Weitergabe und Änderung und verlangt, dass der Lizenztext mitgeliefert wird. Dazu kommen zwei Auflagen. Erstens: Wer das Modell als Dienst für Dritte betreibt und mit seinen verbundenen Unternehmen in zwölf zusammenhängenden Monaten mehr als 20 Millionen US-Dollar Umsatz macht, braucht eine gesonderte Vereinbarung mit Moonshot AI. Zweitens: Wer ein Produkt mit mehr als 100 Millionen monatlich aktiven Nutzern oder mehr als 20 Millionen US-Dollar Monatsumsatz betreibt, muss "Kimi K3" sichtbar in der Oberfläche anzeigen. Rein interne Nutzung ohne Zugriff Dritter ist ausgenommen, ebenso die Nutzung über Moonshots eigene Produkte und über zertifizierte Partner. Für die Nutzung über lowcloud spielen diese Auflagen keine Rolle, weil du das Modell nicht selbst betreibst. Relevant werden sie erst, wenn du überlegst, die Gewichte herunterzuladen und selbst zu hosten. Wenn ein Kunde nach der Lizenz fragt, ist die korrekte Antwort: offene Gewichte, eigene Herstellerlizenz mit Schwellenwerten, keine Standard-Open-Source-Lizenz.

Was "auf EU-Servern" hier konkret heißt

Die Kette sieht so aus: Dein Kunde löst den Agenten aus, der Agent läuft bei der lowcloud UG in Bielefeld, lowcloud gibt die Anfrage an die Melious AI GmbH in Saarbrücken, und Melious führt sie in einem Rechenzentrum in der EU aus. An Moonshot AI geht dabei nichts. Möglich ist das, weil die Gewichte veröffentlicht sind: Ein europäischer Betreiber kann das Modell auf eigener Hardware ausführen, ohne Verbindung zum Hersteller. Was lowcloud nicht weiß und deshalb auch nicht behauptet: welcher Betreiber genau Kimi K3 bedient. Melious betreibt keine eigenen Rechenzentren, sondern verteilt auf europäische Anbieter und veröffentlicht nicht, welcher Anbieter welches Modell übernimmt. Wenn dein Kunde nach dem konkreten Rechenzentrum fragt, ist das die belastbare Antwort: Verarbeitung in der EU, Betreiber nicht offengelegt, Vertragspartner ist lowcloud.

Wofür Kimi K3 taugt

Lange Eingaben am Stück. Das Kontextfenster liegt bei einer Million Token. Das Kontextfenster ist die Textmenge, die das Modell in einem Durchgang lesen kann. Ein Token ist ein Wortbaustein von grob drei bis vier Zeichen. Eine Million Token entspricht mehreren tausend Seiten. Ein kompletter Vertragsordner, ein langer E-Mail-Verlauf oder ein vollständiges Sitzungsprotokoll passen in einen Schritt, ohne dass du den Text vorher zerteilen musst. Bilder als Eingabe. lowcloud hat gegen die API geprüft, dass Kimi K3 Bilder liest. Screenshots, eingescannte Rechnungen oder abfotografierte Formulare können also direkt in einen Schritt gehen. Abläufe mit vielen aufeinander folgenden Schritten, bei denen das Modell den Stand aus den früheren Schritten mitführen soll. Du musst einen Ablauf nicht komplett mit Kimi K3 fahren. Das Modell lässt sich pro Schritt setzen, also genau dort, wo die lange Eingabe oder das Bild anfällt.

Wofür Kimi K3 nicht taugt

Feste JSON-Schemas nimmt das Modell nicht an. Ein JSON-Schema ist eine Vorgabe, welche Felder eine Antwort genau enthalten muss. lowcloud hat das gegen die API geprobt: Die Anfrage wird mit einem Fehler abgelehnt. Das ist eine eigene Messung von lowcloud, keine Herstellerangabe. Die Dokumentation von Moonshot beschreibt nur einen allgemeinen JSON-Modus ohne Schema, was zu dieser Beobachtung passt. Praktisch heißt das: Wenn ein Schritt exakt festgelegte Felder liefern muss, weil danach eine Datenbank, ein CSV-Export oder ein anderes Werkzeug damit weiterarbeitet, setzt du für diesen Schritt ein anderes Modell ein. Aus dem EU-Katalog nehmen feste JSON-Schemas an: Kimi K2.6, GLM 5.1, GLM 5, Qwen 3.5 397B und DeepSeek V4 Flash. Massenaufgaben mit vielen kurzen, gleichförmigen Läufen. Kimi K3 liegt in der teuersten Stufe des EU-Katalogs. Für einfache Schritte, die tausendfach laufen, passt ein günstigeres Modell besser. Beim Bildverstehen gibt es keine Einschränkung, ein Ausweichmodell brauchst du dafür nicht.

Was Kimi K3 kostet

Eine Zahl steht hier nicht. Auf den Einkaufspreis kommt ein Aufschlag, eine hier veröffentlichte Zahl wäre also falsch. Die Einordnung: Unter den 14 Modellen im EU-Katalog liegt Kimi K3 in der teuersten Stufe. Wer die Kosten niedrig halten will, setzt es gezielt auf den einen Schritt, der die lange Eingabe oder das Bild verarbeitet, und nimmt für den Rest des Ablaufs ein günstigeres Modell. Was tatsächlich abgerechnet wird, steht an jedem einzelnen Lauf in der App, in Euro. Damit kannst du einem Kunden vorrechnen, was ein Vorgang kostet, statt zu schätzen.

Kimi K3 ausprobieren

Für die Modellwahl brauchst du ein kostenloses Konto. Danach wählst du Kimi K3 im Chat, pro Agent oder pro Schritt.

Häufige Fragen

Gehen meine Daten bei Kimi K3 nach China?

Nein. Die Anfrage geht von lowcloud in Bielefeld an die Melious AI GmbH in Saarbrücken und von dort in ein Rechenzentrum in der EU. Moonshot AI bekommt sie nicht zu sehen. Möglich ist das, weil die Gewichte des Modells veröffentlicht sind und ein europäischer Betreiber es auf eigener Hardware ausführen kann. Nicht offengelegt ist, welcher Betreiber das im Einzelfall ist. Melious veröffentlicht diese Zuordnung nicht.

Ist Kimi K3 Open Source?

Die Gewichte kann jeder von Hugging Face herunterladen, aber die Lizenz ist eine eigene von Moonshot AI und keine der üblichen offenen Lizenzen wie MIT oder Apache 2.0. Sie enthält Schwellen bei 20 Millionen US-Dollar Umsatz und 100 Millionen monatlich aktiven Nutzern, ab denen eine gesonderte Vereinbarung oder ein sichtbarer Hinweis auf "Kimi K3" nötig wird. "Open Source" im engeren Sinn trifft es deshalb nicht, auch wenn viele Übersichtsseiten es so schreiben.

Warum lehnt Kimi K3 mein JSON-Schema ab?

Weil der Anbieter feste JSON-Schemas nicht annimmt. Die Anfrage kommt mit einem Fehler zurück. lowcloud hat das selbst gegen die API geprüft; die Herstellerdokumentation beschreibt nur einen JSON-Modus ohne Schema. Wenn ein Schritt exakt vorgegebene Felder liefern muss, setzt du dafür Kimi K2.6, GLM 5.1, GLM 5, Qwen 3.5 397B oder DeepSeek V4 Flash ein.

Kann Kimi K3 Bilder lesen?

Ja. lowcloud hat das gegen die API geprüft. Screenshots, Scans und Fotos können direkt in einen Schritt gehen. Ein zweites Modell nur für Bilder brauchst du nicht.

Was kostet Kimi K3?

Eine Zahl nennen wir nicht, weil auf den Einkaufspreis ein Aufschlag kommt. Im EU-Katalog von lowcloud liegt Kimi K3 in der teuersten Stufe. Die tatsächlichen Kosten in Euro stehen an jedem Lauf in der App.

Gibt es schon einen Nachfolger von Kimi K3?

Stand 7. September 2026 nicht. Kimi K3 ist das aktuelle Spitzenmodell von Moonshot AI. Die Vorgänger Kimi K2.7 Code und Kimi K2.6 stehen bei lowcloud weiter zur Auswahl, zum Beispiel wenn du feste JSON-Schemas brauchst.

Kimi K3 ist ein Produktname von Moonshot AI. Zwischen lowcloud und Moonshot AI besteht keine Geschäftsbeziehung; wir betreiben das offen verfügbare Modell über einen europäischen Anbieter. Stand: 7. September 2026.